Am Strand der Guten Hoffnung? - Ein Besuch an der Zeppelin Universität oder Die Reise zum Glück

Beim Schreiben eines neuen Blogeintrags fiel mir ein entworfener Anfang von Ende Mai in die Hände:

 

“Montag 20.5.13

6:00 - Auf gehts nach Friedrichshafen zum Bodensee. Was ich da will? Zum Einen bin ich zum Pionieers-Wanted Auswahltag der Zeppelin Universität eingeladen, zum Anderen bietet sich mir damit die ideale Gelegenheit Project Together vorzustellen und vorallem auch ein Feedback von Abiturienten, Studenten und Professoren zu erhalten.

16:20 - Nach scheinbar endloser Zeit mit der Deutschen Bahn hab ich mein Ziel erreicht: Zeppelin Universität am Seemooser Horn. Da es mit der offiziellen Begrüßung erst um 17:15 Uhr losgeht, hab ich noch die Chance mich mit anderen Studienanwärten auszutauschen. Schon hier wird deutlich, dass sie alle mit dem Ziel “Hier will ich studieren” gekommen sind.”

Heute - knapp einen Monat später - weiß ich bereits, dass viele Kontakte vom Bodensee geblieben sind, dass ich dort eine Gruppe von Menschen hatte, die besonders interessiert und begeistern von der Idee “Project Together” waren und vorallem, dass ich zum Herbst selber dort studieren werde.

Schon bevor ich die Uni näher kennenlernte war ich fasziniert von der Vision des jetzigen Hochschulpräsidenten Prof. Dr. Jansen, der als jüngster Gründer einer Universität seine Idee in die Tat umgesetzt hat.

Und wenn ich genauer darüber nachdenke -Ist das nicht auch genau das, was wir auch machen?

Ja, richtig! Man muss nicht nur träumen, dass man etwas verändern kann. Mit den richtigen Mitteln, ist alles schaffbar!

Das mag vielleicht auf den ersten Blick etwas überheblich und abgedreht klingen, aber das ist noch lange kein Grund nicht weiter darüber nachzudenken.

Als wir damals abends zusammen in der Jugendherberge saßen, hörte man viele verschiedenen Geschichten über Menschen, was sie alles schon erlebt hatte und wie sie sich ihr Leben weiter vorstellen. In der Runde wurde gefragt, was man sich denn so für die eigene Zukunft wünscht, antwortete jemand, ohne groß darüber nachzudenken: “Glücklich!” Ja, wirklich, er hat einfach nur “Glücklich” gesagt. Nicht wie all die anderen, die Jura, BWL, Medizin oder vielleicht auch ein Jahr im Ausland im Kopf hatten. Dieser kurze Einwurf machte mich stutzig. Was ist Glück? Wann bin ich Glücklich? Und wird es nicht in einer, sich immer schneller entwickelnden Welt, zunehmend schwieriger mit vollstem Herzen sagen zu können, man sei glücklich? Wirklich beantworten konnte mir diese Frage niemand. “Ich bin glücklich, wenn ich mit meinem Freund zusammen bin!”, “Ich bin glücklich, wenn mein kleiner Bruder gerade Laufen lernt!” oder “Ich bin glücklich, wenn ich einen Sonnenuntergang beobachten kann!”. All das waren Versuche dem Wort “Glück” auf die Spur zu kommen.

“Ich bin glücklich, wenn … “ - Das kann man leicht beantworten. Ein schöner Moment im Kreise der Familie. Gutes Essen gepaart mit einem schönen Wein. Konzerte unter freiem Himmel oder eine Fahrradtour durch die Wälder in der Umgebung. Jeder Mensch hat etwas, dass ihn glücklich macht. Manchmal ist es die Schokolade, von der alle guten Freunde wissen, dass sie einfach immer gut ankommt. Aber manchmal sind es auch die kleinen Momente. Ja vielleicht sogar die, die wir gar nicht erwarten.

So einen Moment der Überraschung erlebe ich gerade. Denn mit ganz vielen Bildern im Kopf zu glücklichen Augenblicken der letzten Tage, Wochen, Monate oder Jahre, da ist die Bahndurchsage:

“Wir bedanken uns für Ihre Fahrt mit der Deutschen Bahn und entschuldigen die Verspätung von aktuell 75 Minuten. In Kürze erreichen wir Hannover Hauptbahnhof”

schon gar nicht mehr so schlimm, wie für meine schwitzenden Sitznachbarn.

Denn eine Klimaanlage gibt es zwar - Nur den Schalter zum Aktivieren hat scheinbar noch niemand gefunden.