ProjectTogether im Interview mit dem Enorm Magazin

Das Konzept von ProjectTogether ist es, Menschen dazu zu motivieren, ihre Ideen in die Tat umzusetzen.

Richtig. Ursprung von ProjectTogether war mein Auslandsaufenthalt in England im Jahr 2012. Es sollte nur ein ganz normaler Austausch werden, wurde aber eine ganz prägende Erfahrung. Ich lernte dort meinen Mitschüler Ebrahim kennen. Er hat syrische Wurzeln und trug sich lange mit der Idee herum, seiner Familie in Syrien zu helfen. Doch er hatte keine Ahnung, wie er das von England aus machen sollte. In meiner jugendlichen Überschwänglichkeit hab ich ihm gesagt, das müssen wir anpacken. Die Geburtsstunde der Bewusstseinskampagne „Together we can for Syria“.

Was war das Ziel der Kampagne?

Wir wollten tagesaktuelle Nachrichten aus Syrien auf sehr emotionale Weise erzählen, um die Schüler für die Situation zu sensibilisieren. Statt nur die Zahl der Toten also Einzelschicksale. Mit unserer Schule ging es los und später haben wir Solidaritätsläufe veranstaltet und am Ende sogar große Liveschaltungen nach Syrien auf Marktplätzen. Dann hat uns ein Abgeordneter nach London eingeladen, um das Projekt vor dem Parlament vorzustellen. Viele Abgeordnete trugen das Projekt letztendlich in ihre Wahlkreise und am Ende sind wir in die deutsche Botschaft eingeladen worden und haben der BBC Interviews gegeben. Als 16-Jähriger war das eine krasse Erfahrung.

Andere in diesem Alter posten lieber auf Facebook oder spielen an der Konsole.

Ich habe früh erfahren, wie gewinnbringend Engagement für die Gemeinschaft sein kann. Motiviert und fasziniert haben mich dabei immer Einzelpersonen – unter anderem meine Religionslehrerin. Sie hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich zu engagieren. Das hat mich alles fundamental geprägt, sehr proaktiv zu handeln.

Das vollständige Interview kann hier nachgelesen werden.