Interview mit Christoph Haas, Projektgründer von Campbridge

Hinter jedem Projekt verstecken sich Personen und ihr einzigartiges Engagement. Einer von ihnen ist Christoph Haas, welcher der Initiator vom Projekt “campbridge” ist:

Wer bist Du und was machst Dich aus?

Hauptberuflich arbeite ich selbständig als Marktforschungsberater und bin gelernter Kaufmann.

Was verwirklichst Du mit Deinem Projekt?

In meinem Projekt setze ich um, dass Grundschulkinder zwischen acht und zehn Jahren in einem einjährigen Programm involviert sind, bei dem ihnen Wissen zu den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit transferiert werden. Insbesondere dient mein Projekt dem Zweck, dass Kinder, die aktuell mit einer schwierigen Situation in ihrem Leben umgehen müssen, Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen gewinnen. Alle drei Monate findet ein Camp statt, welches von ehrenamtlichen Betreuern geleitet wird. Diesen August startete ein Pilotprojekt mit 25 Kindern aus dem Raum Nürnberg/Neumarkt.

Was waren Deine Beweggründe, die Dich dazu angetrieben haben, dieses Projekt zu beginnen? 

Vor etwa 20 Jahren kam ich arbeitsbedingt mit einem Projekt in England in Berührung, welches ähnliche Ziele verfolgte, wie nun meins. Von der Idee begeistert, hegte ich vor 1,5 Jahren den Wunsch, in meiner Heimat ein derartiges Projekt zu etablieren. Zwar habe ich noch paar andere Vorstellung in mein Konzept integriert, z.B. es nachhaltiger aufgebaut, aber die Inspiration nehme ich aus England. In Deutschland motivierte mich vor allem der Gedanken, somit auch etwas zurückzugeben.

Wie hast Du die Verbindung zu PT geknüpft?

In Kontakt mit PT bin ich durch einen Freund geraten. Er sah den Gründer von PT, Philipp von der Wippel, auf einer Veranstaltung, als dieser PT vorstellte.  

Welche Vorteile hast du aus dem Coaching von PT gezogen?

Mein Coaching ist schon abgeschlossen. Aber wenn ich mich zurückerinnere, kommt mir die positive und motivierende Art meines Coaches in den Sinn. Sie bot mir Rückhalt in einer schwierigen und von Unsicherheit geprägten Projektphase und half mir, über den eigenen Tellerrand zu schauen und neue Chancen zu erkennen. Die regelmäßigen Skype-Gespräche ermöglichten es mir, meine Gedanken in eine Struktur zu bringen, so dass ich nichts vergesse. Eigene Ideen hat mein Coach auch miteingebracht, was mir gefiel.

Wo steht Dein Projekt gegenwärtig? 

Im ersten Camp Anfang August sind die teilnehmenden Kinder und die ehrenamtlichen Betreuer in Austausch getreten und haben sich kennengelernt. Beziehungen haben sich entwickelt und wir haben auch mit der inhaltlichen Arbeit begonnen. Ab September werden in den ausgewählten Schulen regelmäßige Gruppentreffen laufen, die von Mitarbeitern der Jugendsozialarbeit an Schulen geleitet werden. Die nächsten Camps mit den Betreuern werden Ende Oktober und im März 2017 stattfinden. Abschließen wird das Projekt mit einem Camp in den Pfingstferien nächstes Jahr.

Wo willst Du in Zukunft mit Deinem Projekt hingelangen?

Da mein Team und ich nun erste Erfahrungen gesammelt haben, was gut gelaufen ist und was wir verbessern sollten, wollen wir unser Konzept in 2017 optimieren. Unser Ziel ist es, ab 2018 das campbridge Programm auszuweiten, so dass mehr Schulen, Kinder und ehrenamtliche Betreuer mitwirken können. Auch in andere Städte zu expandieren, überlegen wir.

Welche Erfolge konntest Du schon verzeichnen?

Die Rückmeldungen der Eltern und Schulverantwortlichen nach dem ersten Camp waren sehr positiv und wir sind gespannt, wie sich die Kinder in den kommenden Monaten weiterentwickeln. Wir konnten außerdem einige engagierte Kooperationspartner wie die Firma Bionorica, den Kreisjugendring Neumarkt, die Leon Heart Foundation oder den Lions Club Neumarkt  gewinnen. Auch die Presse wurde auf das Projekt aufmerksam und der Bayerische Rundfunk hat einen Beitrag in der Abendschau ausgestrahlt. Welche Hürden sind Dir bei der Umsetzung des Projekts begegnet?

Es handelt sich um ein komplexes Projekt mit vielen sehr unterschiedlichen Beteiligten. Daher waren auch viele glückliche Zufällemit im Spiel. Beispielsweise habe ich oft die richtigen Leute getroffen, die zur Weiterentwicklung gut beitragen konnten.